Preisgekrönte Weihnachtsgeschichten des Förderkurses Deutsch Jg.5
Alle Jahre wieder … lassen sich die Veran- stalter des Altstädter Weihnachtsmarktes für Schulen und Kindergärten eine besondere Weihnachtsaktion einfallen. In diesem Jahr stand das Schreiben einer Weihnachtsgeschichte auf dem Pro- gramm. Das Thema "Weihnachten im Warburger Land" konnte spannend, lustig, romantisch, anrührend oder frech prä- sentiert werden. Unter Beachtung dieser Vorgaben machten sich einige Schülerinnen und Schüler daran, Geschichten aufs Papier zu bringen. Im Förderkurs Deutsch des Jahrgangs 5 entstand so eine kleine Kreativwerkstatt, in der fleißig gedichtet und getextet wurde. Am Ende entschlossen sich zwei Schüler, ihre Geschichten einzusenden.
Die Freude war groß, als am 12.12. beide Geschichten auf dem Altstädter Weihnachtsmarkt prämiert und Geldpreise in Höhe von 150 Euro für den Förderkurs Deutsch gewonnen wurden.
Der Weihnachtsmann kommt nach Warburg
Jedes Kind träumt davon, einmal dem Weihnachtsmann zu begegnen. Eines der Kinder heißt Luk und wohnt in Warburg, einer kleinen Stadt in NRW. Er möchte so gerne den Weihnachtsmann und seine Rentiere sehen. Auch wenn es nur 5 Minuten sind. Aber seine Schwester Lora meint, dass die Eltern die Geschenke unter den Tannenbaum legen. Luk aber glaubt fest daran, dass es den Weihnachtsmann gibt. Am 24. Dezember nun hofft Luk darauf, dass der Weihnachtsmann ihn besucht. Aber er kommt und kommt nicht. Luk fragt seine Mutter: "Mama, wo bleibt denn der Weihnachtsmann?" Seine Mutter antwortet: "Schatz, der Weihnachtsmann hat viel zu tun und kann nicht jedes Kind persönlich besuchen." "Aber das stimmt nicht. Im Fernsehen kommt er zu jedem Kind, dann kommt er auch zu mir," protestiert Luk. Er rennt beleidigt in sein Zimmer. Plötzlich hört er ein leises Läuten. Er rennt blitzartig zum Fenster und schaut hinaus. Luk sieht einen glitzernden Staubschweif am Himmel. Er ruft wie verrückt nach seiner Mutter: "Mama, Mama, ich habe den Weihnachtsmann gesehen!" Aber seine Mutter hört ihn nicht. Seine Schwester Lora jedoch hat es gehört. Sie geht in sein Zimmer und sagt: "Was hast du gesehen?" Luk antwortet aufgeregt: "Ja, den Weihnachtsmann!" "Sehr witzig. Zum letzten Mal, es gibt den Weihnachtsmann nicht!” Luk weint laut los, wie kann seine Schwester so etwas sagen, wenn er ihn doch gesehen hat. Seine Mutter bemerkt den Streit und kommt ebenfalls in sein Zimmer. Sie fragt: "Was ist denn los Luk?" Luk antwortete verheult: "Lora sagt, es gibt keinen Weihnachtsmann." Seine Mutter wendet sich mit ernsten Worten an Lora: "Lora, wie oft habe ich dir gesagt, …" Weiter kommt sie nicht, denn Lora steht mit ihrem Bruder am Fenster. Dort fliegt, unfassbar für Lora, der Weihnachtsmann vorbei. Luk rast zum Flur, zieht sich seine Winterschuhe an und rennt das Treppenhaus runter. Als er unten ankommt, sieht er nur noch das Hinterteil des Schlittens. Er ruft so laut, dass man es sogar über den Weihnachtsmarkt hören kann: "WEIHNACHTSMANN bitte bleib hier! BITTE!" Luk glaubt, der Weihnachtsmann habe ihn nicht gehört. Aber plötzlich dreht der Schlitten und er fliegt direkt auf ihn zu. Der Schlitten landet sanft auf dem Boden. Luk kommt gar nicht mehr aus dem Staunen raus. Der Weihnachtsmann begrüßt Luk: "Hohoho Luk, ich habe gehört, dass du auf mich gewartet hast. Luk antwortet mit großen Augen: "Ja, schon sehr lange." "Luk, was war noch mal dein Wunsch zu Weihnachten?, fragt der Weihnachtsmann." Luk antwortet schnell: "Die große Eisenbahn aus Lego!" "Oh, mal schauen ob ich die überhaupt dabei habe." Luk sieht ihn traurig an. Aber der Weihnachtsmann hat ein großes Paket in Weihnachtspapier eingewickelt, in seinem Sack. "So das müsste es sein, schmunzelt der Weihnachtsmann." Luk nimmt das Paket glücklich und voller Freude in seine Arme. Er kann es kaum tragen und bedankt sich höflich. Dann fragt er leise den Weihnachtsmann: "Du Weihnachtsmann?" "Ja, was ist den?" antwortet dieser. "Wartest du mal. Ich möchte dir meine Schwester und meine Mutter vorstellen." Der Weihnachtsmann nickt und Luk läuft die Treppen wieder hoch. Er holt seine Mutter und seine Schwester. Aber als sie unten ankommen, ist der Weihnachtsmann schon weg. Luk findet einen Zettel auf dem steht: "Lieber Luk, leider kann ich nicht auf dich warten, weil andere Kinder auch noch Geschenke erhalten sollen. Ich hoffe, du verzeihst mir. In Liebe der Weihnachtsmann. "Luk ist erst überrascht und hat kleine Tränen in den Augen, denn er wollte ja beweisen, dass er mit dem Weihnachtsmann gesprochen hat. Aber wirklich traurig war er nicht, denn er wusste ja nun bestimmt, dass es ihn wirklich gibt. Und dieses Glück haben nicht viele Kinder. Und schließlich sollen ja die Weihnachtswünsche aller Kinder an Heiligabend in Erfüllung gehen.
Und wenn es ganz leise ist, nur der Schnee rieselt, dann kann man die Glöckchen des Schlittens immer an Weihnachten hören.
Ende
Aktualisiert ( Donnerstag, den 24. Februar 2011 um 10:47 Uhr )
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