Culture et l'art de vivre en France
Als Ausgleich für den bisherigen Schüleraustausch unternahmen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und einige Schüler der Klasse 8 eine Studienfahrt in die Provence.
Ausgangspunkt der Erkundigungen war eine Ferienanlage in Arles, in der die diversen Pools abends für Entspannung und viel Spaß sorgten. Allerdings mussten sie sich dort auch selbst verpflegen, was jeden Tag besser klappte. Die begleitenden Lehrerinnen Hannelore Ludwig und Petra Müller standen ihnen beratend zur Seite.
Tagsüber erwartete die Schüler ein umfangreiches Kulturprogramm. So standen natürlich die Besichtigungen von Arles und Avignon an. Beides historische Städte, die beeindruckende Zeugnisse ihrer Geschichte beherbergen. In Arles standen die „Arènes“, das „Théâtre Antique“ sowie das Kloster „St.Trophime“ und das Gräberfeld „Alyscamps“ im Mittelpunkt. In Avignon erfuhren die Schüler, wie es dazu kam, dass im 14. Jahrhundert die Päpste nicht in Rom, sondern in Avignon residierten. Die Brücke „St. Bénézet“ sowie die „Halles“ mit dem großen Angebot an frischen Fischen boten interessante Fotomotive.
Eine Fahrt durch die Camargue führte vorbei an Salzminen, Flamingos und Stierherden und fand ihren Höhepunkt in „Les Saintes Maries de la Mer“, wo sich alle zur Erfrischung ins Mittelmeer stürzten. Immerhin herrschten in der Provence auch Mitte September noch sommerliche 30 Grad.
Auf dem provenzalischen Markt in „St. Rémy“ mussten alle Schüler ein Verkaufsgespräch führen, was sie damit verbanden, nette Mitbringsel für die Familie zu erwerben. Dort folgten sie auch den Spuren von Nostradamus und van Gogh, ein weiterer Arbeitsauftrag, der problemlos gelöst wurde.
„Bereits in der Vorbereitung der Studienfahrt haben die Schüler sich in Referaten mit den anstehenden Zielen auseinander gesetzt und viele Informationen gesammelt“, lobte die Französischlehrerin Hannelore Ludwig das Engagement der Schüler und Schülerinnen.
Bei der Wanderung von St. Rémy nach Les Baux war allerdings viel Motivation nötig, nicht weil die Tour durch das kleine Gebirge „Alpilles“ zu schwierig gewesen wäre, sondern wegen der sengenden Hitze. Doch alle hielten durch und das Ziel, das Dorf Les Baux mit seiner einmaligen Plateaulage und den engen Gässchen, lohnte schließlich die Anstrengungen.
Bleibt noch der Abstecher zum „Pont du Gard“ zu erwähnen, einer römischen Wasserleitung, die imposant den Fluss Gard überspannt. Dieser Aquädukt ist einer der eindrucksvollsten römischen Bauten und selbst nach 2000 Jahren fast vollständig erhalten geblieben. Er beeindruckte die Schüler stark und manche der Jungen hätten ihn wohl auch gern überquert.



So waren die fünf Tage dicht ausgefüllt, doch in einem waren sich alle Schülerinnen und Schüler einig: „Das war eine super Reise, am liebsten blieben wir noch hier! Wir haben zwar weniger Französisch gesprochen als in den Familien, aber dafür viel mehr an französischer Kultur und Landschaft kennen gelernt.“ An Interessenten für das kommende Schuljahr fehlt es nicht. Manche würden auch gern ein zweites Mal daran teilnehmen.
Aktualisiert ( Montag, den 04. Oktober 2010 um 20:31 Uhr )
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