Home Kooperationspartner HPZ Projekt Ich & Du Mitmacherinnen

Ausbildung für das Projekt 'Ich und Du' absolviert

altAnna-Sophie, Anna Hedwig und Rebecca sind die ersten Absolventinnen der Ausbildung zur Begleiterin von Menschen mit Behinderung. Hier mit Frau Hellvoigt und Frau Altemeier den Ehrenamtskoordinatorinnen vom HPZ.

Meine Eindrücke und Erlebnisse zum Projekt  „Ich und Du“

von Rebecca Drude

Ich bin eine von 7 Teilnehmer/innen, die die Qualifikation als Freizeitbegleiter/in absolviert hat. Dazu besuchte ich theoretische und praktische Stunden im Heilpädagogischen Therapie- und Förderzentrum St. Laurentius-Warburg (HPZ St. Laurentius-Warburg). Die theoretischen Stunden wurden von einer Diplom Sozialpädagogin und einer Diplom Pädagogin geleitet. In den sechszehn Einheiten lernte ich z.B. welche Menschen im HPZ St. Laurentius-Warburg leben, welche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung es gibt, wie man Grenzen setzt und mit Menschen kommuniziert, die nicht sprechen können.

Die theoretischen Stunden waren sehr informativ und interessant aufgebaut. Ich wurde oft mit einbezogen und konnte immer Verständnisfragen stellen. Viele Informationen und Anregungen, die ich in der Theorie bekommen hatte, sind in der Praxis erlebt oder angewendet worden. Die Theorie hat mir geholfen in der Praxis besser zurecht zukommen.

In den praktischen Stunden lernte ich mit den Menschen, die eine Behinderung haben, besser umzugehen. Ich gestaltete mit ihnen gemeinsam die Freizeit und das war jedes Mal ein neues, ganz tolles Erlebnis. Hier waren selbstverständlich am  Anfang Mitarbeiter in unserer Nähe,  jedoch konnte ich nach einer gewissen Zeit mit den Bewohnern alleine etwas unternehmen, wie z.B. in die Stadt zum Einkaufen gehen. Ich war zusammen mit einem anderen Mädchen in einer Außenwohngruppe der Einrichtung. Diese Außenwohngruppe heißt St. Florian. Dort leben zurzeit 10 Bewohner im Alter von 9 bis 25 Jahren.

Jeden Freitag ging ich gemeinsam mit einem anderen Mädchen zur Außenwohngruppe, in der ich schon sehnsüchtig von den Bewohnern erwartet wurde. Das war für mich ein sehr schönes Gefühl. Natürlich dachte ich manchmal daran wie schön es wäre – wie die anderen Schülerinnen und Schüler – nach der sechsten Stunde nach Hause gehen zu können. War ich jedoch erst einmal da, wollte ich gar nicht so schnell wieder fort, denn auch ich fühlte mich dort sehr wohl. Am häufigsten spielte ich Fußball mit den Jungen manchmal auch Gesellschaftsspiele oder wir gingen in die Stadt. Während der WM schaute ich ein Spiel mit den Bewohnern und war überrascht ein Erlebnis, wie viel Ahnung die Bewohner vom Fußball hatten.

Mein Fazit dieser Zeit ist absolut positiv. Ich kann allen nur empfehlen darüber nachzudenken, Freizeitbegleiterin zu werden oder Kontakt zu behinderten Menschen zu haben, denn es lohnt sich. Es ist ein großartiges Erlebnis und es hilft dem Sozialverhalten. Jetzt verstehe ich auch viele Verhaltensweisen von Menschen mit Behinderungen. Diese Erfahrungen finde ich persönlich sehr wichtig und sie sind auf keinen Fall negativ. Ich bin sehr froh an dem Projekt teilgenommen zu haben.